Regattabericht Yngling SP 2017

Regattabericht Yngling SP 2017

Am Freitag war von vier auswärtigen Booten bereits der Anreisetag an das Segelrevier Wallersee. Zwei Mannschaften kranten in Neumarkt, zwei Mannschaften, der amtierende Weltmeister Rudi Mayr mit Vorschoter Philippe Boustani und Thomas Pfaller mit Vorschoter Andreas Brickl scheuten sich nicht und slippten mit Ihren Booten und einem clubeigenem Slippwagen über unsere Rampe. Beide meisterten die Aufgabe mit Bravour.

Anschließend veranstaltete, unter Leitung von Thomas Körner, der Segelclub Seekirchen ein kleines Fest zu Ehren des Ynglings. Anlass war das 50-jährige Jubiläum dieses Bootstyps der 1967 konstruiert und erstmalig gebaut wurde. Es wurde vom SCSW ein Holzfass von Augustiner und 3 gefüllte Riesenbrezen von Felix Breitfellner gespendet. Im Namen des SCSW ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Dich lieber Felix. Wegen der regen Beteiligung war Gerüchten zu Folge die Nacht für einige Personen sehr kurz was sich am nächsten Tag für sie als Nachteil erweisen sollte.

 

Samstag, erster Wettkampftag, in der Küche hatte man vorgesorgt und Würstel aufgewärmt die dankend von Allen angenommen wurden. Die Steuermannsbesprechung begann um ca. 12:00 Uhr, erster Start wurde mit 13:00 Uhr angekündigt. Wind kam aus NW bis NNW und sehr böig. Unsere Regattaleitung hatte mit Ihrer Erfahrung die Bojenlegung aber voll im Griff. Der Wind war zwischen 3-4 Beaufort in Böen ging es aber doch auf 18-20 Knoten was gut Windstärke 5 bedeutet. Am Vorwindkurs war das doch lustig als die Boote die Wellen „surften“. Nach der zweiten Wettfahrt musste Thomas Körner wegen Problemen aufgeben, Thomas was war los, kurze Nacht? Weiter vorne im Feld machten sich die üblichen Verdächtigen die Plätze unter sich aus. Besonders ragte natürlich Weltmeister Crew Rudi Mayr/Philippe Boustani (AUT-296) heraus die alle 3 Wettfahrten gewannen. Lutz/Skolaut (AUT-300) und sehr zur Freude des SCSW, Mannschaft Schimak sen. und jun.(AUT-171) belegten den dritten Platz! In Wettfahrt zwei konnte zwar Boot Pfaller/ Trucker (AUT-82) noch Platz 3 erobern, aber unsere Beiden Schimak´s (AUT-171) konnten aufgrund Ihrer Erfahrung und dem nötigen „Kantengewicht“ zurückschlagen.  Das Mittelfeld (aus der Ergebnisliste) Boot Pfaller/Brickl (AUT-82), Schobesberger/Trucker (AUT-333) und Sommer/Helminger (AUT-25) kämpften um jeden Meter. Von Wettfahrt zu Wettfahrt gab es leichte Verschiebungen, leider kann ich hierzu nicht viel schreiben, meine Crew (AUT-233), neben so manch anderer, war eher mit den Elementen als mit Trimm oder sonstigen „Nebensächlichkeiten“ beschäftigt. Genauso erging es auch den beiden Letzten des Feldes, Boot Enthammer/Walkolbinger AUT-304) und Boot Körner sen./Körner jun.(AUT-376), hier muss aber gesagt werden dass die Segelnummer eigentlich Felix Breitfellner gehört. Erstgenannte sind unsere neue Yngling Mannschaft, sozusagen die local-Rookies vom SCSW und wurden nicht Letzter, obwohl sie ohne Spi gefahren sind – Helmut und  Rudi, nur weiter so! Aus Sicht der schnellen Boote spielten sich weiter hinten im Feld gegen Ende der dritten Wettfahrt regelrechte Dramen ab.  Mannschaft Haslinger/Sandmayr (AUT-233) hatten Platz sieben abgesichert und fuhren die letzte Vorwind ohne Spi auch weil die tapfere Katrin keine Kraft mehr in den Händen hatte. Kurz vor der letzten Leetonne wollte Boot Antl/Semisch (AUT-60) den Spi bergen. In einem unachtsamen Augenblick rauschte das Spifall aus, jeder weiß was folgte. Boot AUT-233 konnte AUT-60 noch abfangen und vor Ihnen über die Ziellinie segeln. AUT-60 hatte in der ganzen Aufregung noch dazu vergessen in welcher Runde sie waren und gingen eine weitere Kreuz in Angriff… Erst als die ersten Mannschaften in die Bucht einfuhren bemerkte man den Fehler und beendete die Wettfahrt doch noch. Nach drei Wettfahrten war dann, für manche Mannschaft „Gott sei Dank“, Schluss.

 

Nach dem Einlaufen und Versorgen hatte die Küchencrew schon Tee für die Teilnehmer bereit gestellt welcher mit Schnaps der Gastmannschaften ordentlich aufgepeppt wurde. Verzeiht mir bitte wenn ich den edlen Spender nicht nenne, ich verabsäumte nachzufragen wer es war, ich glaube aber mich zu erinnern dass es ein Weltmeisterlicher war.

Aufgrund des Wetters, viel Wind, Kälte und generell fordernden Bedingungen war die Freude groß als das Essen kam. Unsere fleißigen Feen in unsere Küche, Franziska und Rosi, versorgten und umsorgten die Mannschaften nicht nur mit  Getränken, sie bereiteten auch ein vorzügliches Salatbuffet zu, das keine Wünsche offen ließ, herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals von mir.

Von einem ortsnahen Catering wurden Rinderbraten, Gemüselasagne und Putenschnitzel gebracht, als Beilagen gab es Knödel und Bratkartoffeln, mit den Salaten war für jeden genug dabei. Zu meiner Verwunderung blieb fast nichts übrig, wahrscheinlich hat der eine oder andere sehr viele Kalorien verbrannt.

Im Anschluss blieb man noch bis in die Nacht bei einem oder mehreren Gläsern nett plaudernd sitzen und genoss die angenehme Atmosphäre. Trotz der Bedingungen am Wasser war für viele die Vorfreude auf Sonntag schon wieder groß.

 

Sonntag – zweiter Wettkampftag, begann von den Windverhältnissen her sehr ungünstig, er drehte von West bis Süd was eine vernünftige Kursetzung unmöglich machte, es folgten Startverschiebungen bis 12:00 Uhr.

Erst um die Mittagszeit beruhigte sich der Wind auf West und ein Kurs konnte gesetzt werden.

Wie es bei unseren Yngling Regatten üblich ist, begann es zu graupeln. Einige aus unserem Club erinnerten sich noch fröstelnd an letztes Jahr als es ebenfalls fast am selben Tag (24.04.2016) während der Regatta dieselben Bedingungen hatte. Für viele waren „Eisbröckerl“ im Segel neu, für die Segler des SCSW bereits die übliche Routine, diesen Vorteil konnte wir alle aber nicht ausspielen. Vom SCSW konnte wieder nur ein Team mit den bereits am Samstag sehr starken Teams Lutz/Skolaut und Rudi Mayr/ Philippe Boustani mithalten. Diesmal war die Reihenfolge aber umgekehrt und Lutz/Skolaut holten sich den Wettfahrtssieg.

Geplant war eine weitere Wettfahrt, was möglich gewesen wäre wenn der Wind nicht stark nachgelassen hätte. So begnügten wir uns mit insgesamt 4 Wettfahrten, die Klassenvorschriften für eine Schwerpunkt Regatta Yngling besagen mindestens zwei Wettfahrten mit mindestens 10 Booten, das wurde an diesem Wochenende erfüllt.

Nach dem Einlaufen wollten alle Gastmannschaften slippen, was in einer sehr kurzen Zeit möglich gemacht wurde unter Mithilfe des Slippwagens von Hansmann Helmuth, in meinem Namen herzlichen Dank dafür 😉 , und natürlich Frank Schimak in einer nicht ganz dichten Wathose ;-D.

Bei der Siegerehrung gab es für jedes Boot nicht nur die obligatorischen Hauben und Glaspokale, auch wurde für jedes Team eine gerahmte Original Risszeichnung des Ynglings überreicht. Wir verdanken das unserem Thomas Körner, er organisierte diesen wunderschönen Preis zum 50-jährigen Jubiläum des Bootstypes Yngling. Im Namen aller Beteiligter herzlichen Dank lieber Thomas!

Es folgten sehr nette Worte vom Erstplatzierten Rudi Mayr und vom Vizepräsident der Yngling Vereinigung Andreas Schobesberger. Andreas hat auch ein sehr wichtiges Thema angesprochen, und zwar dass unsere Segler auf anderen Revieren herzlich willkommen sind und jederzeit mitsegeln dürfen und sollen. Wie in vielen Klassen werden die Boote eher nicht mehr… leider!

Es haben sich beim durch lesen sicher Einige gefragt warum Team AUT 296 immer auch mit Vornamen genannt wurde, nehmt es einfach als Respekt vor einem amtierenden Weltmeister hin..

Ich möchte mich zum Schluss noch einmal bei allen Mitwirkenden recht herzlich bedanken, mit Euch war diese Organisation ein Echte Freude!

 

gezeichnet

Helmut Haslinger AUT-233

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