Yngling ÖM & LM Sbg

Yngling ÖM UYCWg
05.09.2025 – 07.09.2025

Regattabericht von Helmut Haslinger
Steuermann: Frank Schimak
Mittelmann: Valentin Schimak
Vorschoter: Helmut Haslinger

Ein kleiner Held ganz groß

Pünktlich am Freitag, den 05.09., zeitig in der Früh machten wir uns auf den Weg Richtung Sankt Gilgen. Wie gewohnt ging alles sehr schnell, Anreise, Aufbau, Vermessung, Wassern
war im Nu vorbei und so konnten wir auf der Terrasse gemütlich beim allgemeinen Treiben der weiteren Regattateilnehmer zusehen.

Erster Tag:
Die Stimmung war äußerst gut, was sich an diesem Tag noch ändern würde. Was uns noch fehlte, war unser Mittelmann. Valentin musste noch die Schulbank drücken und wurde von seiner Oma nach Sankt Gilgen gefahren. Eine Startverschiebung später trudelte er ein und nach Bootsenterung ging es auch schon zur Regattabahn – das war knapp! Wie angekündigt schlug das Wetter von bewölkt und leichtem Wind auf extreme Bedingungen um. Selbst Frank hat nachher gemeint, solchen Wind mit dem Yngling noch nie erlebt zu haben. Geschätzte Windböen waren so um die 30 kn. Auf der ersten Vorwind hissten wir den Spi und es ging mit, für einen Yngling atemberaubenden Tempo, Richtung Leetonne. Mit einer Bö konnten wir den bis dahin Führenden mit Bug auf Wasserhöhe!! (also fast eingetaucht) überholen. Erster in der ersten Wettfahrt, mein Jubelschrei sorgte für eine Heiserkeit, die ich erst am Montag wieder verlor. Bei diesem Überholmanöver wurde bei einer Schiftung der Vorschoter von Team Schibany vom Großbaum am Kopf verletzt, Einlieferung ins Spital.
Wettfahrt 2 – Ähnlich viel Wind, nur leider der 7. Platz. Während dieser Wettfahrt wurde Valentin, unser kleiner Held ganz groß, stieg er doch auf dem Vorschiff herum und sorgte für super Spibaum-Manöver und das bei diesen Bedingungen, alle Achtung!
Nach diesen beiden sehr fordernden Wettfahrten wartete unser Wettfahrtleiter Herr Luschan mit seinen Flaggensignalen sehr geduldig auf das Regattafeld, was Dieses aber gekonnt und geschlossen ignorierte und den Hafen ansteuerte.

Zweiter Tag:
Wettfahrt 3 – startete bei Wind wieder aus Nordwest, Gott sei Dank bei schönerem Wetter und weniger Wind. Start fast verschlafen, ich musste Frank auf die doch sehr weite Entfernung zur Startlinie aufmerksam machen. Erst beim Einlaufen haben wir auf der Online-Plattform bemerkt, dass 4 Boote einen UFD bekamen und wir dadurch die Wettfahrt gewinnen konnten.
Wettfahrt 4 – startete mit einem Flautenloch, das wir sehr präzise ansteuerten, als Vorletzter über die Startlinie, mit viel Geschick von Frank konnten wir noch den 4. Platz erreichen.
Wettfahrt 5 – startete mit ähnlichen Eckdaten – Platzierung 5. Was sich wieder einmal zeigte, es ist so unglaublich eng bei Klassenregatten, eine falsche Wende, ein falsches Manöver und schon ist man nicht mehr vorne mit dabei, oder man kommt nach vorne – je nachdem.

Dritter Tag:
Wir waren noch immer auf dem 2. Gesamtrang und hofften auf eine Flaute bis 15:00 Uhr. Unsere Gebete wurden nicht erhört und so ging es auf die Regattabahn. Irgendwie war an diesem Tag der Wurm drinnen.
Wettfahrt 6 – schlechter Start, nur durch viel Können von Frank wurde ein 4. Platz gerettet, leider kamen uns die Teams AUT 246 und AUT 330 in der Gesamtwertung immer näher, nur noch ein Punkt Abstand auf AUT 246.
Wettfahrt 7 – diese ging sehr unerwartet los, starteten wir doch plötzlich vor den Star, diese Klasse ging Samstag und Sonntag gemeinsam mit uns über die Bahn. Auf der 3. Kreuz (sie führte dann ins Ziel bei der Luvtonne) überholten die Star das Yngling-Regattafeld. Sie sorgten noch dazu für zwei sehr ungute Manöver von 2 Booten, legten sie sich doch nach unserer Wende auf uns drauf, was zu großem Ärgernis bei uns führte, verloren wir nun dadurch in der letzten Wettfahrt den 2. Gesamtrang. Ein an uns gerichteter Protest bei dieser Wettfahrt konnte mit einer Runde Bier aus der Welt geschafft werden.

Unser Resümee ist aber super positiv, haben wir doch den dritten Gesamtrang bei einer ÖM erreicht, was mein persönliches Segelziel war – einmal eine Medaille, Valentin war gefühlt 2 m groß und Frank „stolz wie Oskar“.

Vielen Dank von meiner Seite an einen super Steuermann und ein großes Nachwuchstalent!

Zum Ergebnis: https://digital.segelverband.at/event/17889/ergebnisse/

Siegerehrung Yngling ÖM 2025 UYCWg